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Erfahrungsfeld Gesundheit

Kunstgerechtes Saunabaden
Informations- und Mitmachtour 2018
Zeitfenster März bis Juni und September bis November



Das Fazit zuerst:
Angesichts der sich abzeichnenden klimatischen Veränderungen wird das ‚kunstgerechte‘ Saunabad für alle Altersgruppen zum Mittel der Wahl, zukünftig die kreislaufbelastenden Wetterumschwünge ohne größere Beeinträchtigungen an Gesundheit und Lebensqualität zu meistern.

Erleben, was belebt

Der Saunazug „Weltenbummler’s DaySpa‘ bringt mit seinem historischen Ambiente das wirkungsvolle kunstgerechte Saunabaden nach ‚Schausteller Art‘ den Menschen zum Kennenlernen und mit Informationen zu dessen Wesen und Nutzen auf den Punkt. Die Reduktion auf das Wesentliche des Badeablaufs ohne Verwässerung durch gutgemeinte 'Ergänzungen' ist der Gewinn für die Gesundheit.

Das ungewöhnliche und kurzweilige Experiment kann nur durch Ihre wohlwollende Mithilfe zum Finden geeigneter Plätze in Ihrer Region, sei es im Grünen oder urbanen Erholungsoasen, stattfinden. Hier Ihr Tipp.

Für den Erfolg dieses wandernden Ereignisses zur Gesundheitspflege und -bildung braucht es wenige, aber wichtige Gegebenheiten:

1. einen relativ ebenen und standfesten (Wiesen-)Platz ab ca. 100 qm zum funktionsgerechten Aufbau, gern mit Zugang zu einem Gewässer (ersatzweise Wasserschlauch)
2. gute Erreichbarkeit (Lichtraumprofil: 2,30 m Breite, 3,50 m Höhe)
3. Präsentationsdauer ca. 2 Tage
4. Stromversorgung nicht erforderlich (Sauna holzbeheizt)
5. kostenfreie Nutzung (zulassungsbedingt ist der Saunazug formal gewerblich, die Tour wird entsprechend der Intention jedoch unter gemeinnützigem Aspekt geplant und durchgeführt).  

Die Zukunftsfähigkeit ‚kunstgerechten‘ Saunabadens bei Klimaveränderung ist weder Spekulation noch Wunschdenken, sie ist neben zahlreichen medizinwissenschaftlichen und -empirischen Arbeiten auch historisch belegt:

Die olympischen Sommerspiele 1924 in Paris rückten das in Mitteleuropa fast ausgestorbene Saunabad erstmals ins mediale Rampenlicht. Während viele Sportler unter der sengenden Hitze aufgeben mußten oder gar erschöpft zusammenbrachen, waren es die Leichtathleten Finnlands, die, der Hitze trotzend, olympische und Welt-Rekorde aufstellten und Medaillen absahnten. Die Finnen erklärten dies mit häufigem Saunabaden; sie hatten auch erstmals eine Sauna bei olympischen Spielen dabei. Saunageübt konnten sich die Körperfunktionen wirkungsvoll auf die Hitzebelastung sogar so gut einstellen, daß selbst kurz hintereinander stattfindende Wettbewerbe erfolgreich bewältigt wurden!

In den Sport-, Medizin- und Bauwissenschaften wurde das Saunabaden zum Objekt intensiver Erforschung und Experimente. Die Erkenntnisse waren derart überzeugend, daß das Saunabad in Deutschland schon 17 Jahre später flächendeckend als „Volksbad“ installiert werden sollte. Dies gelang nach dem Krieg im ‚Osten‘ wesentlich besser als im ‚Westen‘. Der bundesweite Publikumserfolg des Saunabadens führte in der Fläche jedoch durch Profitgier und Verdrängungswettbewerb bedingte überzogene Kommerzialisierung zur Verwässerung und gar Umkehrung der gesundheitlichen Wirkungen des Saunabades; das gesundheitlich wertvolle Saunabad degradierte zum Spaßbad. Folgerichtig hat der Staat, der selbst maßgeblich diese Entwicklung voran trieb, dem Saunabad jüngst die Heilbadqualität aberkannt und das Privileg des ermäßigten Steuersatzes entzogen.

Dennoch:
Das Saunabad ist und bleibt ein Heilbad, wenn es ‚kunstgerecht‘ gebaut und genutzt wird. Es wird zum Mittel der Wahl, von den sich sich abzeichnenden klimatischen Veränderungen mit ihren dramatischen Wetterumschwüngen unbeschadet zu bleiben.

Aufklärung und Umsetzung:

Das regelmäßig durchgeführte ‚kunstgerechte‘ Saunabad erfüllt alle modernen Forderungen an eine nachhaltige, eigen- und gemeinverantwortliche Lebensweise: wenig Energieverbrauch, beste physiologische Verträglichkeit in jedem Alter mit ganz wenigen Kontraïndikationen, Hebung und Stabilisierung des psychischen und physischen Grundgesundheitszustandes und daher Reduzierung von Krankheitsausfällen, Medikamenten, kostenintensiven Heilmaßnahmen etc. — ein nachhaltiger Gewinn für Lebensfreude und -qualität von Kindheitstagen an. Ziel ‚kunstgerechten‘ Saunabadens ist ganz in Sinn der Salutogenese weniger die Vermeidung von Krankheiten, sondern die Befähigung des Organismus, auf Belastungen und Krankheiten durch sofortige Aktivierung seiner körpereigenen Regulations- und Heilkräfte zu reagieren.

Saunabetriebe, die die Bedingungen für ‚kunstgerechtes‘, also gesundheitsförderndes Baden erfüllen, haben ein klar strukturiertes Programm und sind kostengünstig zu errichten und zu betreiben. Von einer flächendeckenden, dezentralen Verbreitung, wie sie in den 60er und 70er Jahren üblich war, profitieren die Ökologie (keine weiten Autofahrten zu Großbädern) und die Menschen (reduzierte Fahrzeiten, wieder Erreichbarkeit für Menschen, die ihre Mobilität einschränken (wollen, müssen), mehr Zeit für eigenverantwortliche Gesundheitspflege und -vorsorge).

Der Saunazug ‚Weltenbummler’s DaySpa‘ setzt auch Impulse an bestehende Bäder in öffentlicher und privater Trägerschaft, ihre Einrichtungen derart umzugestalten, daß ‚kunstgerechtes‘ Saunabaden wieder möglich wird.

Interessenten erhalten Handreichungen mit Hinweisen zum Badeablauf, um in modernen Großbädern, soweit sie baulich nicht völlig ‚verkorkst‘ sind, möglichst ‚kunstgerecht‘ mit gesundheitlichem Nutzen Saunabaden zu können.